Die meisten Immobilienkredite sind nach der ersten Zinsbindung nicht abbezahlt — es folgt die Anschlussfinanzierung zum dann gültigen Zins. Wer sich zu spät kümmert, nimmt, was die Hausbank anbietet. Wer früh plant, hat Auswahl.
Der Zeitplan
Grob gilt: Zwölf bis 36 Monate vor Ablauf lohnt der erste Marktcheck — in dieser Spanne sind Forward-Darlehen möglich, die den heutigen Zins gegen Aufschlag für die Zukunft sichern. Spätestens sechs Monate vorher sollten Angebote verglichen werden: Prolongation bei der eigenen Bank, Umschuldung zu einer günstigeren — der Wechsel ist zum Zinsbindungsende unkompliziert und die Grundschuld kann meist abgetreten statt neu bestellt werden. Nicht vergessen: Nach zehn Jahren ab Vollauszahlung besteht ohnehin das gesetzliche Sonderkündigungsrecht mit sechsmonatiger Frist.
Wenn die neue Rate nicht mehr passt
Steigt der Zins deutlich, kann die Anschlussrate zur Belastung werden. Dann hilft Ehrlichkeit vor der Krise: Tilgung anpassen, Laufzeit strecken, Sondertilgungen nutzen — oder, wenn das Haus ohnehin nicht mehr zur Lebenssituation passt, den geordneten Verkauf zum guten Zeitpunkt prüfen, statt in die Zahlungsschwierigkeit zu rutschen.
Wir sind keine Finanzierungsberater — aber wir liefern die zweite Hälfte der Entscheidung: den realistischen Marktwert Ihres Hauses. Wer beide Zahlen kennt, Rate und Wert, entscheidet souverän. Die Wertermittlung bei Verkaufsauftrag ist kostenlos.