Die Frage nach dem leistbaren Kaufpreis wird oft von der falschen Seite beantwortet: „Wie viel bekomme ich von der Bank?“ Die bessere Frage lautet: „Welche monatliche Rate trage ich dauerhaft, ohne dass mein Leben kippt?“ Aus ihr ergibt sich alles Weitere.
Schritt 1: die ehrliche Haushaltsrechnung
Nehmen Sie Ihre tatsächlichen Kontobewegungen der letzten zwölf Monate — nicht die geschätzten. Einnahmen minus alle Ausgaben (inklusive Urlaub, Auto-Rücklagen, Versicherungen) ergibt den freien Betrag. Davon sollte die künftige Rate nur einen Teil beanspruchen: Als grobe Orientierung gilt, dass die Wohnkosten insgesamt nicht deutlich über einem Drittel des Nettoeinkommens liegen sollten. Und: Die bisherige Kaltmiete fällt weg, aber Nebenkosten, Instandhaltungsrücklage und Grundsteuer kommen neu dazu.
Schritt 2: Puffer einbauen
Ein Immobilienkredit läuft Jahrzehnte — in denen Zinsen steigen können (Anschlussfinanzierung!), Kinder kommen, Einkommen schwanken. Kalkulieren Sie die Rate so, dass sie auch in einem schlechteren Szenario tragbar bleibt, und behalten Sie eine eiserne Reserve von mehreren Monatsausgaben zurück, die nicht ins Eigenkapital fließt.
Schritt 3: von der Rate zum Kaufpreis
Aus tragbarer Rate, Zinsniveau und Tilgungssatz ergibt sich das mögliche Darlehen; plus Eigenkapital, minus Nebenkosten (in NRW ein zweistelliger Prozentsatz) folgt der maximale Kaufpreis. Lassen Sie sich diese Rechnung von Ihrer Bank oder einem unabhängigen Vermittler bestätigen — als schriftliche Finanzierungsbestätigung, die Sie bei der Objektsuche stark macht.
Mit einem klaren Budget suchen Sie entspannter — und wir können gezielter für Sie suchen. Sagen Sie uns Rahmen und Wünsche, wir melden uns, wenn das passende Objekt kommt.